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Oktober 2007
BauMineral liefert für Zentralgebäude des BMW-Werkes Leipzig
Steinkohlenflugasche ermöglicht komplizierteste Betonkonstruktionen

Was jedem gestandenen Bauingenieur die Haare zu Berge stehen lassen kann, ist für manchen Architekten der besondere Reiz: ungewöhnliche, mathematisch nur schwer zu beschreibende Formen. Zum Beispiel das Zentralgebäude des BMW-Werkes Leipzig, das nach Entwürfen der renommierten Londoner Architektin Zaha Hadid realisiert wurde: Wenig, was einen Statiker auf den ersten Blick beruhigen und praktisch nichts, wofür man Standards verwenden könnte.
Aber natürlich kann man es bauen – wenn die Grenzen des technisch Machbaren erreicht werden, kommen selbstverdichtende Betone (SVB) zum Einsatz. Ihre besonderen Eigenschaften erhalten SVB durch ihr Rezept und in dem steht nicht an letzter Stelle Steinkohlenflugasche. Während in „normalen“ Betonen 70 bis 90 Kilogramm Flugasche pro Kubikmeter eingesetzt werden, sind es bei SVB bis zu 250. Unter anderem die Steinkohleflugasche sorgt dafür, dass der Beton - wie in Leipzig erforderlich – fließend bis zu 25 Meter Weg durch die Form zurücklegen kann ohne sich zu entmischen, zu verklumpen oder Hohlräume zu bilden. Außerdem erhält er eine fast porenfreie, sehr glatte Oberfläche, in der sich die Oberflächenstruktur der Holzschaltafeln – wie von der Architektin gewünscht – detailgenau abbildet.
Insgesamt wurden für das Bauwerk rund 3800 Kubikmeter Beton benötigt und dafür von BauMineral fast 1000 Tonnen Steinkohlenflugasche geliefert. Die vom Transportbetonlieferanten readymix, heute CEMEX, gestellten Anforderungen erfüllte der EFA-Füller HP aus dem Kraftwerk Heyden. Über die normalen Qualitätsprüfungen im Kraftwerk und im Labor der BauMineral hinaus wurden während der gesamten Lieferzeit weitere Sonderprüfungen durchgeführt und der Auftrag ohne Reklamationen erfüllt.