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Februar 2009
Neue Sichteranlage für Feinstflugaschen in Betrieb
Jährlich können bis zu 10.000 Tonnen Microsit® hergestellt werden

Eine neue Sichteranlage zur Herstellung von Feinstflugaschen hat in der Misch- und Aufbereitungsanlage der BauMineral im Kraftwerk Scholven, Gelsenkirchen, ihren Betrieb aufgenommen. Jährlich können hier nun bis zu 10.000 Tonnen Feinstflugaschen hergestellt werden. „Für uns ist das so was wie ein Quantensprung“, freut sich Christoph Maibaum, der das Projekt von Anfang an begleitet. „Wir betreiben bereits seit 2002 eine Pilotanlage mit einer Kapazität von maximal 800 Tonnen jährlich. Das war genug für die Produktentwicklung, um neue Märkte zu erschließen und erste Kunden zu beliefern. Doch jetzt brauchen wir mehr.“
Die Sichteranlage sortiert die Flugaschepartikel nach Korngrößen. Die so entstehenden Fraktionen eignen sich für unterschiedliche Anwendungen. Feinstflugaschen mit Korngrößen unter 20 µm bzw. sogar unter 10 µm werden unter dem Namen Microsit® vermarktet. Als Zusatzstoffe bei der Betonproduktion beeinflussen sie die Eigenschaften der Betone. Sie können z. B. in der Abwassertechnik, für die Herstellung hochfester oder auch säurebeständiger Betone verwandt werden.
Microsit® kann auch in Kunst- und Beschichtungsstoffen eingesetzt werden, vor allem dort, wo dünne Beschichtungen hohen Ansprüchen gerecht werden müssen“, erläutert Christoph Maibaum. „Für uns ist das ein ganz neuer Markt, der zwar kleinere Mengen braucht als beispielsweise die Beton- und Betonwarenindustrie, der aber hohes Entwicklungspotential besitzt.“
Während die Pilotanlage weiter für Forschungszwecke eingesetzt wird, soll die Kapazität der neuen Anlage schon in drei bis fünf Jahren ausgelastet werden.