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Juni 2005
EFA-Füller für die zweitgrößte Talsperre Deutschlands

Es ist eine Baustelle der Superlative: Seit drei Jahren wuchs im Tal des Bergbaches Lichte nahe dem thüringischen Unterweißbach eine Betongewichtsstaumauer zur zweithöchsten Talsperre Deutschlands. Mit der Talsperre in Leibis, die am 12. Mai offiziell eingeweiht wurde, wird künftig die Trinkwasserversorgung für rund 300.000 Menschen in Ostthüringen stabilisiert.
1000 Betonblöcke wurden dafür zu einer 100 Meter hohen Mauer aufgeschichtet und fest miteinander verbunden. Spezielle Kunststoffbänder verschließen die Fugen. Gut 80 Meter breit ist das Bauwerk an seinem Fuß, neun Meter breit noch ist die Krone, die mit einer Länge von 372 Metern schnurgerade das Tal quert. 2.500 m3 Beton wurden täglich benötigt, um die Blöcke mit Volumina zwischen 105 und 1125 m3 zu gießen.
Beton für so anspruchsvolle Bauwerke muss viele Kriterien erfüllen – beim Bau und in den nächsten 100 Jahren. Eine Möglichkeit, Risse beim Abbinden zu vermeiden, ist der Einsatz von Steinkohlenflugasche. Rund ein Drittel des benötigten Zementes kann mit Steinkohlenflugasche ersetzt werden.Sie reagiert beim Abbinden langsamer als Zement und verhindert so das Entstehen unerwünschter Wärmespitzen.
Seit 1994 bereits unterhält die BauMineral Kontakte mit den Bauherren, in den Jahren 2000 und 2001 wurden dann die Betonrezepturen entwickelt: Immerhin wurden an unterschiedlichen Abschnitten des Bauwerkes fünf verschiedene Betone benötigt. Fünf Zemente, sieben Steinkohlenflugaschen und über 35 Betonzusatzmittel und -zuschläge mussten für die Rezepturen auf ihre Eignung untersucht werden. Die Wahl fiel auf den EFA-Füller aus Scholven, zum einen wegen seiner stofflichen Eignung, nicht zuletzt aber auch, weil er über die lange Bauzeit kontinuierlich zur Verfügung stand. Insgesamt wurden in der Staumauer rund 30.000 Tonnen Steinkohlenflugasche verwertet.