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Oktober 2006
Flugaschen mit Gütesiegel
Neue Werkqualitätshandbücher sichern wirtschaftliche Verwertung

Nur zertifizierte Flugaschen sind anerkannte Bauprodukte und lassen sich wirtschaftlich verwerten. In den Kraftwerken Farge, Heyden, Knepper, Mehrum, Scholven, Staudinger und Wilhelmshaven werden deshalb zurzeit die letzten Korrekturen in die neuen Werkqualitätshandbücher eingearbeitet. Diese Handbücher beschreiben das System der Qualitätssicherung, das an den Flugaschen betrieben wird, und sind jeweils ein „Gemeinschaftsprodukt“ der Kraftwerke und der BauMineral, zu deren Aufgaben die Verwertung der Flugaschen gehört.
„In den Werkqualitätshandbüchern wird beispielsweise das Procedere für die Probenahmen genau festgelegt“, erläutert Dr. Matthias Meißner, Leiter Baustoffprüfstelle/Qualitätssicherung der BauMineral, „denn schließlich beginnt die Qualitätssicherung für die Flugasche praktisch schon beim Brennstoffeinkauf.“ Während des Produktionsprozesses erfolgen verschiedene Steuerungsprüfungen. Hierbei werden z. B. der Restgehalt an unverbranntem Kohlenstoff (Glühverlust) oder die Feinheit des Materials gemessen. Ist die Flugasche im Silo, werden nochmals chemische und physikalische Eigenschaften bestimmt und in den Labors der BauMineral der Einfluss der Flugaschen auf die Mörteleigenschaften getestet.
Die Überarbeitung der Werkqualitätshandbücher war notwendig geworden, weil ab 1. Januar 2007 in allen EU-Staaten eine neue Norm für Flugaschen in Kraft tritt. Die EN 450 „Flugasche für Beton“ regelt Definition, Anforderungen, Konformitätskriterien und -anforderungen. Neben den neuen Handbüchern waren von den Produktionsleitern Flugasche in den Kraftwerken und den Laborleitern Schulungen und Audits durch Fremdüberwacher zu absolvieren. Damit sind nun für alle EFA-Füller die Voraussetzungen für die Erteilung neuer Zertifikate geschaffen.